7. German Speekweek

24 Stunden Rennen Langstrecken WM Oschersleben 2004

Nach einer problemlosen staufreien Anreise am Dienstag waren wir um 21.00 Uhr im Fahrerlager. Mittwochs konnten zusätzliche Trainings gebucht werden, was wir dann auch taten. Beide Motorräder funktionierten einwandfrei, obwohl das eine Motorrad 4 Wochen vorher bei einem Sturz fast zerstört wurde. Donnerstag im ersten offiziellen Training zogen wir neue Reifen auf, womit wir eine Menge Probleme bekamen. Alle 2 Stunden mußten die Reifen gewechselt werden. Bei anderen Teams, welche die selbe Marke fuhren mußte sogar jede Stunde ein neuer Satz aufgezogen werden. Das ging ganz schön in die Zeit, und auch ins Geld. Beim 1. Qualitraining konnten sich unsere 3 Fahrer, sowie Reservefahrer Fritz Spenner mühelos qualifizieren.

Oschersleben 2004

Samstag pünktlich um 15.00 Uhr viel der Startschuß zum großen 24 Stundenrennen. Stefan konnte sich vom 38. Startplatz in der ersten Runde auf Platz 23 vorfahren. Die Fahrerwechsel sollten jeweils nach 1 Stunde stattfinden. Nach 55 Minuten war Stefan überfällig. Wir dachten alle an einen Sturz, aber kaum zu glauben, er hatte auf der Gegengeraden trocken gefahren. Nach weiteren 12 Minuten brachte er das Motorrad völlig erschöpft, aber um so aufgebrachter in unsere Box mit der Nummer 21. Später erzählte man uns, daß man ihn schon vor Box 10 laut schimpfend gehört hat. Durchaus verständlich.

Oschersleben 2004

Dadurch fielen wir auf den 43. Platz zurück. Von nun an lief zunächst alles wie am Schnürchen. Doch Livio sollte ein ähnliches Schicksal wie Stefan ereilen. Nachts um 1.30 Uhr, mittlerweile wieder auf Platz 20 liegend riß ihm an selber Stelle auf der Gegengeraden die Kette. Zum zweiten Mal in diesem Rennen konnte von dort aus in die Box geschoben werden. Das Reißen der Kette verursachte einen Riß im Motorgehäuse, was wir zunächst nicht bemerkten. Bei jedem Fahrerwechsel stellten wir aber Öl an der Verkleidung fest. Die Wasserpumpe war an der Motorgehäusehalterung abgebrochen, ebenfalls verursacht durch die Kette. Dies zwang uns um 5.30 Uhr zur Aufgabe.

 
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