World-Endurance Lauf Assen 2006

Vorab das Ergebnis: 22. Platz von 40 gestarteten Teams! Man denkt na ja, aber angesichts aller Probleme sind wir damit zufrieden. Es fing schon bei der Vorbereitung an. 14 Tage vor Assen haben wir unseren LKW zugelassen. Eine Woche später, kurz bevor es zum ersten Training nach Anneau du Rhin gehen sollte stellten wir fest, dass wir Diesel verlieren. Sicher nur eine Kleinigkeit, dachten wir, aber es sollte anders kommen. Die Einspritzpumpe leckte, und nur ein Bosch-Dienst konnte helfen. Ok. Für Frankreich musste eine andere Lösung her.

So schnell konnte man das nicht in den Griff bekommen. Was tun. Wir haben unseren Freund und Sponsor Heinz Wohlrab angerufen und gefragt, ob wir nicht kurzfristig seinen Sprinter ausleihen könnten. Das war dann auch kein Problem. Sprinter geholt, Klamotten verfrachtet und los nach Frankreich. Die Trainings liefen dann ganz gut. Sonntag Nacht wieder zu Hause. Erst mal pennen und Montag sehen, was machen wir mit dem LKW. Nur noch 3 Tage Zeit. Montag Mittag das Auto zum Bosch Dienst. Dann ging es weiter. Die Gabelbrücken kamen auch ziemlich spät. Es musste einiges noch angepasst werden. Dazu kommt, dass Peter seit 1.11.05 selbstständig mit MMT (Merkens Motoren Technik) ist und sich nun die Aufträge häufen. 20 Stunden täglich sind angesagt.

Donnerstag Nachmittag um 16.00 Uhr konnten wir den LKW abholen. Abends um 20.00 Uhr war das letzte Teil gedreht. Der Rest konnte Freitag in Assen gemacht werden. Nun hieß es geschwind einladen und los. Ich habe die ganze Zeit gedacht, hoffentlich geht das gut, hoffentlich vergessen wir nicht die Hälfte. Aber es sollte alles da sein. Gegen 22.00 Uhr hatten wir alles verladen und fuhren los. Freitag war ein sehr relaxter Tag. Wir haben das Zelt aufgebaut, Papier und Technische Abnahme, Fahrer und Team-Manager Besprechung absolviert, sowie die K6 rennfertig gemacht. Samstag dagegen war das volle Programm. Morgens 2 freie Trainings und Nachmittags die Qualifikationen.

Vom ersten freien Training an gab es Probleme mit der Gabel. Beim durchrollen von schnellen Kurven stempelte das Vorderrad. Druck- und Zugstufenverstellungen halfen nicht. Also haben wir kurzerhand die K2 Gabel zerlegt und das Innenleben in die K6 verlegt. Die Einstellung begann natürlich wieder von vorne. Bis zum Ende des Warm-up am Montag hatten wir sie einigermaßen im Griff. Man konnte damit fahren, aber das Problem war nicht ganz behoben. Dazwischen lag noch eine schöne Fete von Samstag auf Sonntag, die morgens um 5.15 Uhr endete. Es sollte aber noch richtig dick kommen. Nach dem Warm up stellten wir fest, das die Schaltung nicht richtig ging. Komplette Kupplung ausgebaut, eine spezielle Schraube auf losdrehen kontrolliert und wieder eingebaut.

Danach leckte der Kupplungsdeckel. Dies fiel uns in dem Stress allerdings erst in der Startaufstellung auf. Was nun. Wir haben zurückgeschoben und in Windeseile den Deckel abgeschraubt und abgedichtet. Zum Glück hat unser Livio dabei die Nerven behalten. Das hat natürlich Zeit in Anspruch genommen. Die Boxengasse war zu, der Probestart konnte nicht gefahren werden und Stefan musste aus der Boxengasse als Letzter starten. Dazu kamen 2 Stopp and go Strafen von jeweils 30 sek. Danach lief alles wie am Schnürchen, und wir konnten das Rennen wie schon am Anfang gesagt als 22. beenden. Unser Ziel ist es in Zolder auf jeden Fall zu punkten.

 
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