51. Bremerhavener Fischereihafenrennen 2008

Pfingsten, es war mal wieder soweit. Endlich ging die Rennsaison nach einem langen arbeitsreichen Winter los. Freitag Mittag um 14.00 Uhr stiegen wir gutgelaunt in den LKW. Die gute Laune sollte aber nicht lange anhalten. Pfingstreiseverkehr, Stau und zähes Vorankommen. Gegen 19.00 Uhr waren wir erst in Essen. Kurz vor Bremerhafen kam dann die Rettung in Form von Kalle (Fischhändler aus Bremerhaven), der Stefan übers Handy anrief, uns 1 Stunde entgegen fuhr und dann ohne weiteren Stau direkt ins Fahrerlager führte. 22.00 Uhr, endlich angekommen. Jürgen war schon da. Nun noch Begrüßung der schon anwesenden Classic-Superbike-Teilnehmer, Zelt aufbauen, ein Bierchen trinken und ab ins Bett.

Den freien Samstag nutzten wir, indem wir das Meerwasseraquarium besuchten, durch den Hafen schlenderten, faulenzten und mit alten Freunden plauderten. Gegen Mittag trafen dann noch Josy und Manfred ein, die sich um Papierabnahme und technische Abnahme der Kawa kümmerten.

Sonntag morgen: Das erste freie Training verlief ganz gut. Mit einer Rundenzeit von 1.23 lag Stefan auf dem 1. Platz. Das 1. Quali sollte dagegen etwas aufregender sein. Bei der Klasse vor uns gab es einen Rennabbruch. Dadurch standen die Teilnehmer lange Zeit am Vorstart. Als die Strecke dann freigegeben war schob ein freundlicher Zuschauer Stefan an. Dabei verlor er leider den Sitzbankbürtzel. Aber es brach auch noch das Vorderteil des Schalthebels ab bevor er eine gezeitete Runde fahren konnte. Aber was solls. Dann musste es eben so gehen. Ging es auch, denn er konnte sich mit 1.21er Rundenzeiten noch um 2 Sekunden verbessern.

Im 2. Qualitraining ging alles glatt. Zum Rennen standen wir auf Pole.

Zum 1. Rennen am Montag, fuhr Stefan hoch motiviert in die Startaufstellung. Nach der ersten Runde kam er mit großem Vorsprung auf Start- und Ziel. Zweite Runde das gleiche, doch was war das? Er hob die Hand und rollte rechts aus. Der Motor bekam kein Benzin mehr. Der Benzinhahn war halb geschlossen. Wie das passieren konnte ist uns bis jetzt ein Rätsel. Das gesamte Feld donnerte noch 2 Mal an ihm vorbei, dann ein Rennabbruch. Peter und Jürgen die mittlerweile bei Stefan waren gaben ihm Starthilfe, und so konnte er den Neustart wieder mitfahren. Dieser ging nur über 6 Runden. Stefan fuhr zwar als 1. über die Ziellinie mit einer Bestzeit von 1.19.0 sec. aber der DMSB entschied, die beiden Läufe zu einem Ergebnis zusammen zurechnen. Danach fehlte ihm 1 Runde und somit wurde er 7.

Wieder war Hektik angesagt, weil der Primärantrieb des Kupplungskorbes auf der Getriebewelle ausschlug. Außerdem waren die Kurbelwellensimmeringe undicht. Wir standen vor der großen Frage. Was Tun??? Manfred hatte noch einen Reservemotor dabei. Es waren noch ca. 2-3 Stunden Zeit bis zum 2. Rennen. Motor wechseln? Ja… Jürgen, Manfred, Peter und Stefan machten sich an die Arbeit. Nach einer sensationellen Zeit von 1,5 Stunden war die Kawa wieder start klar. Großes Lob hier an die Mechaniker. Jetzt musste nur noch alles klappen.

Unter dem Jubel seiner Fans konnte Stefan das 2. Rennen ganz deutlich für sich entscheiden. Nach dem ersten Start kam es wieder zu einem Rennabbruch. Peter mit der Startnummer 52 stürzte Ende der Zielgeraden schwer. Gott sei Dank hat er nichts Schlimmeres abbekommen. An dieser Stelle noch mal gute Besserung für Ihn. Neustart. Wieder war Stefan mit Rundenzeiten um 1.19.0 sec vorne und hatte nach der 1. Runde bereits 5 sec. Vorsprung vor dem 2. Platzierten Ralf Lammers. Der Streckensprecher war begeistert, und meinte mit diesen Rundenzeiten hätte er sich sogar in der Königsklasse Fischtown open sehr gut behaupten können. Und als 1. beendete Stefan sein Rennen.

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Hessisch Uganda Racingteam, welches uns die Teilnahme an diesem tollen Rennen ermöglicht hat. Besonderen Dank auch an unseren Freund und Fotografen Manfred Duckhorn und seiner Frau Inge, die uns die tollen Bilder zur Verfügung gestellt haben. Erwähnen will ich noch unseren Basti, dem zum Helfen auch der weite Weg nach Bremerhaven nicht zu weit war und Kalle der uns abholte, und der mit mir Dienstags morgens wieder tollen Fisch einkaufte. Nicht zu vergessen sind Hinni Hink und Andreas und Susanne Friemel von Igol-Oil. Danke für diese einmalige Veranstaltung. Danke auch an unsere Fans, den Jungs aus Heidelberg, den Laola Mädels und alle Anderen.

Weiteres könnt Ihr nachlesen unter www.hessisch-uganda-racingteam.de.

 
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